Sinus-Milieus*
Soziale Selektivität
Die Möglichkeit, politischen Einfluss auszuüben, ist innerhalb der Gesellschaft ungleich verteilt und hängt stark von der sozialen Lage verschiedener Bevölkerungsgruppen ab. Bürgerbeteiligung versucht hier einen Ausgleich zu schaffen und sollte deshalb vermeiden, diese soziale Selektivität zu reproduzieren.
Stabsstelle Bürgerbeteiligung
Stabsstelle Bürgerbeteiligung ist die Bezeichnung für eine Einheit der Verwaltung, deren Aufgabe es ist, Beteiligungsprozesse zu initiieren, zu koordinieren und fachlich zu begleiten.
Stakeholderanalyse
Im Fokus der Stakeholderanalyse stehen Personen oder Personengruppen, die auf unterschiedliche Weise Einfluss auf das Projekt nehmen könnten. Sie wird üblicherweise erstmals vor oder spätestens bei Beginn eines Projektes durchgeführt und sollte in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden.
Stakeholdermatrix*
In einer Stakeholdermatrix werden Stakeholder entsprechend ihres Einflusses und ihres Interesses bzw. ihrer Betroffenheit platziert.
Stille Gruppen
Sogenannte stille oder beteiligungsferne Gruppen sind Menschen, von denen bekannt ist, dass sie sich eher selten beteiligen.
Tayloring*
Tayloring beschreibt eine Anpassung des Beteiligungsprozesses an (inhomogene) Beteiligtengruppen.
Teilnehmende Beobachtung*
Teilnehmende Beobachtung ist eine Methode, die vor allem im Rahmen einer formativen Evaluation eingesetzt wird.
Teilnehmerakquise*
Themenfeldanalyse*
Erörterung darüber, welche Themen im Prozess eine wichtige Rolle spielen. Beispiele dafür sind Umweltschutz, Baukosten oder ein aus Bürgersicht eventuell auftretender Wertverlust ihrer Grundstücke.
Themenkompass*
Tokenismus
Tokenismus beschreibt Aktionen, die eine vermeintliche Anteilnahme an der Situation von Individuen simulieren.
Transparenz
Transparenz ist unverzichtbares Element gelingender Beteiligung. Sie ist Voraussetzung für gelingende Kommunikation. Transparenz erzeugt Glaubwürdigkeit, beugt Missverständnissen vor und reduziert Misstrauen.
Trialog
Der Begriff Trialog setzt sich aus dem griechischen tri („drei“) und logos („Wort“ oder „Gespräch“) zusammen. Im Bereich der Bürgerbeteiligung beschreibt der Trialog einen strukturierten und gleichberechtigten Dialog zwischen den drei wesentlichen Akteuren eines kommunalen Entscheidungsprozesses: der Bürgerschaft, der Politik und der Verwaltung.
Umfeldanalyse*
Jeder Prozess ist eingebettet in ein spezielles Umfeld. Viele Aspekte und Faktoren charakterisieren dieses Umfeld und nehmen Einfluss auf den Prozessverlauf. Nicht alles ist sofort sichtbar, einiges muss bereits im Vorfeld recherchiert und analysiert werden.
unter drei
Der Begriff „unter drei“ kommt aus dem Journalismus. Er beschreibt eine Vereinbarung, bei der aus einem Gespräch auf keinen Fall zitiert werden darf. In der Beteiligung sind „unter drei“ Gespräche verpönt, weil sie gegen das Gebot der Transparenz verstoßen.
unter zwei
Der Begriff „unter zwei“ kommt aus dem Journalismus. Er beschreibt eine Vereinbarung, bei der aus einem Gespräch auf keinen Fall persönlich zitiert werden darf. Die Informationen können jedoch weitergegeben werden, ohne die Quelle zu nennen. In der Beteiligung sind „unter zwei“ Gespräche nur in Ausnahmefällen akzeptabel, weil sie gegen das Gebot der Transparenz verstoßen.
Vegas-Regel
Die Vegas-Regel ist eine starke Form von Vertraulichkeit. Sie meint, dass nichts über die Inhalte der Diskussion nach außen dringen darf.
Verstetigung
Eine gute kommunale Beteiligungskultur ist mehr als eine Abfolge von Projekten. Sie brauchte verlässliche Prozesses und Standards, die garantieren, dass aus Beteiligungsanlässen immer wieder gute Beteiligungsprozesse entstehen – sie braucht Verstetigung.
Vertraulichkeit
Vertraulichkeit meint, dass Informationen aus einem Gespräch oder Prozess nicht nach außen dringen sollen. In der Beteiligung ist die Einforderung von Vertraulichkeit nur in Ausnahmefällen akzeptabel, weil sie gegen das Gebot der Transparenz verstoß