Tayloring beschreibt eine Anpassung des Beteiligungsprozesses an (inhomogene) Beteiligtengruppen.
Gerade wenn es gelungen ist, eine wirklich Breite Beteiligung zu realisieren, bringt dies besondere Herausforderungen an den Beteiligungsprozess mit sich. Zwar gibt es zahlreiche Methoden, die zum Beispiel einen Ausgleich zwischen besonders dominanten und eher introvertierten Teilnehmenden schaffen können, doch manchmal kann es sinnvoll sein, für bestimmte Akteursgruppen eigene, geschützte Räume zu organisieren.
So ist es selten erfolgreich, Jugendliche und Erwachsene in denselben Formaten zu beteiligen. Auch können manchmal Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen nicht gut in bestimmte Formate integriert werden. Auch kulturelle Prägungen oder sprachliche Herausforderungen können eigene Beteiligungsformate für bestimmte Gruppen sinnvoll machen.
In solchen Fällen, ist es im Rahmen des Tayloring bedeutsam, die unterschiedlichen Formate so zu verschränken, dass dennoch alle wirksam zu den Beteiligungsergebnissen beitragen können. Unterschiedliche Formate können dabei parallel oder nacheinander stattfinden, sich eventuell sogar überschneiden. Wichtig ist jedoch immer der Transfer der Ergebnisse zwischen den Gruppen und eine Struktur, die für alle Beteiligten erkenn- und erlebbar macht, dass sie sich in einem gemeinsamen Prozess befinden. Dazu sind besonders gemeinsame Auftakt- und Abschlussveranstaltungen sinnvoll, ebenso wie z. B. aus allen Gruppen rekrutierte Begleitgremien.