Teilnehmende Beobachtung

Teilnehmende Beobachtung ist eine Methode, die vor allem im Rahmen einer formativen Evaluation eingesetzt wird.

Immer dann, wenn ein Beteiligungsprozess aus mehreren, möglicherweise ähnlich strukturieren Einzelveranstaltungen besteht, lohnt sich eine begleitende formative Evaluation. Neben Fragebögen und Interviews kommt hier häufig auch die Teilnehmende Beobachtung zum Einsatz. Einer der Mitbegründer der angelsächsischen Sozialanthropologie, Bronislaw Malinowski, entwickelte diese Methode bei seinen langjährigen Forschungsaufenthalten.

Beobachtungen einzelner Formate durch Mitglieder des Evaluationsteams geben dabei Aufschlüsse über die Qualität der Moderation, die Angemessenheit der Information, die Diskurskultur und die Art und Weise, wie Ergebnisse formuliert und konsolidiert werden.

Teilnehmende Bobachtende sind keine mitwirkenden Beobachtende. Sie nehmen nicht aktiv an der jeweiligen Veranstaltung teil und verhalten sich unauffällig, um nicht gänzlich vermeidbare Rückkopplungen auf ein Minimum zu beschränken. Der Vorteil dieses Erhebungsverfahrens liegt in der Möglichkeit, Beobachtungen zeitnah auszuwerten und so Modifikationen noch im Verfahren selbst anzuregen. Die teilnehmenden Beobachter*innen sollten dabei in der Methode geschult sein und über konkrete Checklisten verfügen.

Link zur Arbeitshilfe „Teilnehmende Beobachtung“ des Berlin Instituts für Partizipation.