Die Möglichkeit, politischen Einfluss auszuüben, ist innerhalb der Gesellschaft ungleich verteilt und hängt stark von der sozialen Lage verschiedener Bevölkerungsgruppen ab. Bürgerbeteiligung versucht hier einen Ausgleich zu schaffen und sollte deshalb vermeiden, diese soziale Selektivität zu reproduzieren.
Besonders häufig engagieren sich Menschen mit hohem Bildungsniveau, Angehörige der Mittelschicht in qualifizierten beruflichen Funktionen, Männer mittleren Alters sowie Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.
Ebenfalls überdurchschnittlich präsent sind Personen, die Parteien, Verbände, Vereine oder Kirchen vertreten. Demgegenüber nehmen andere Gruppen deutlich seltener an politischen Prozessen teil. Dazu zählen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, junge Menschen, Frauen, ältere Erwerbstätige sowie Personen mit geringem Einkommen oder solchen, die aufgrund knapper zeitlicher Ressourcen nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Mitwirkung haben.