Unter Integration versteht man die Bemühungen, eine gleichberechtigte und wirksame Teilhabe von Menschen aus besonders vulnerablen Gruppen an Beteiligungsprozessen zu ermöglichen.
Viele Menschen haben Schwierigkeiten, sich an einem anspruchsvollen Diskurs wirksam zu beteiligen, ganz besonders dann, wenn dieser von Menschen mit hohen sozialen, rhetorischen und strategischen Kompetenzen dominiert wird. Aber selbst, wenn diese Akteure den Prozess nicht prägen, kann es zahlreiche Gründe geben, aus denen manche Menschen nicht oder nicht wirksam an Beteiligung teilnehmen können.
Es können geistige oder körperliche Behinderungen vorliegen, andere Menschen können eine andere Muttersprache haben und Deutsch nur mühsam verstehen oder sprechen. Ein erheblicher Teil unserer Bevölkerung, ist gering literalisiert, kann also nicht oder nur unter Mühen lesen und/oder schreiben.
Um all diesen Menschen eine wirksame Beteiligung zu ermöglichen, bedarf es ggf. besonderer integrativer Maßnahmen durch Übersetzungen, Aufbereitung von Materialien sowie im Bedarfsfall persönlicher Unterstützung.
Das ist bei der Planung von Beteiligungsprozessen zu berücksichtigen, ganz besonders dann, wenn diese Gruppen zu den Betroffenen des Vorhabens gehören.
Besser noch als Integration ist die Inklusion – also die Gestaltung eines Prozesses so, dass weitgehend auf integrative Sondermaßnahmen für vulnerable Gruppen verzichtet werden kann.