„Lieber spitz als breit“

Bürgerbeteiligungsverfahren, wie Bürgerräte, enden oft in wohlklingenden, öffentlichkeitswirksamen Absichtserklärungen, ohne dass daraus konkrete Umsetzungsschritte hervorgehen. Wer dies vermeiden will, sollte gezielte Anforderungen an das Ergebnisformat stellen. Wenige aber dafür klar formulierte Vorschläge, detaillierte Umsetzungsstrategien und eine transparente Dokumentation sind der Schlüssel dafür, dass Bürgerräte politisch wirksam werden.
Schnittstellenmanagement bei partizipativen Stadtteilprojekten

Oft ist es schwierig, eine durchgehende Verbindung zwischen den Anliegen der Bevölkerung, rechtlichen Vorgaben sowie den politischen Entscheidungsprozessen herzustellen. Speziell bei partizipativen Projekten
kommt es immer wieder zu Brüchen im Projektverlauf, die ein hohes Potenzial für Enttäuschung in sich bergen. Es braucht eine Organisation, die den Gesamtprozess im Auge behält und an der Schnittstelle zwischen diversen öffentlichen, projektinternen sowie politischen Akteuren arbeitet. Es braucht ein Schnittstellenmanagement.
Beteiligung ist Zukunft

Die Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungen ist ein wesentlicher Baustein für die Zukunft
der Demokratie. Wenn ihre Perspektiven ernst genommen und verstanden werden und wenn sie als gleichwertige Partner*innen an Entscheidungsprozessen beteiligt werden, entsteht eine inklusive, nachhaltig demokratische Kultur. Dies aber erfordert strukturelle und methodische Veränderungen und die Bereitschaft,
Verantwortung mit jungen Menschen zu teilen.
Schulen als Eckpfeilerder Demokratie

Angesichts der aktuellen Herausforderungen erweist sich Bildung als entscheidender Hebel für den Erhalt und die Stärkung unserer Demokratie. Schulen als Orte des Lernens spielen dabei eine zentrale Rolle bei der Herausbildung engagierter Bürger*innen. Mit besonderem Blick auf Frankreich diskutieren Gabriel Maitre und Anouk Chômienne, wie Schulen zur treibenden Kraft für eine demokratischere, partizipatorische und integrative Gesellschaft werden können.
Noch schnell beteiligen?

Wie gelingt die dauerhafte Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtteilentwicklung? Wann wird Beteiligung zu einer positiven Routine? Und wie baut man konstruktive Dialogstrukturen auf? Andreas Böhler und Samuel Roy zeigen am Beispiel des Stuttgarter Stadtteils Hallschlag, wie eine Beteiligungskultur gelingt, die auf Vertrauen, direkter Ansprache, Vielfalt und Wertschätzung basiert und so eine nachhaltige und langfristige Quartiersentwicklung ermöglicht.
Mehr gute Bürgerbeteiligung wagen

Bürgerbeteiligung wirkt und „gute“ Beteiligung wirkt noch besser. Eine Befragung von Mitarbeitenden aus
über 100 Kommunen zeigt, dass Beteiligung nicht nur Entscheidungen verbessert, sondern auch den sozialen
Zusammenhalt der Gemeinde stärkt. Diese positiven Effekte hängen jedoch maßgeblich von der Qualität der
Beteiligungsprozesse ab. Um diese zu stärken, braucht es eine systematische wissenschaftliche Begleitung,
wirksame Qualitätsstandards und vor allem den politischen Willen, Beteiligung nicht als nice-to-have, sondern
als demokratische Notwendigkeit zu begreifen.
KURSBUCH BÜRGERBETEILIGUNG #6

Die Reihe KURSBUCH BÜRGERBETEILIGUNG ist seit 2015 ein etablierter Ratgeber für all diejenigen, die sich auf dem Experimentierfeld der Bürgerbeteiligung bewegen. Die Mischung aus offenen Praxisberichten, empirischen Erkenntnissen, theoretischen Analysen und innovativen Projekten bietet einen aktuellen Überblick über die Bürgerbeteiligung in Deutschland, ihre Stärken und Defizite. Auch in dieser sechsten Ausgabe des Kursbuchs widmen sich […]
D³ Kongress 2025: Zwei Tage digitale Demokratie

Zum sechsten Mal fand am 11. und 12. November 2025 der digitale D³ Kongress statt. An zwei Tagen tauschten sich zahlreiche Expert*innen über alle Aspekte der digitalen demokratischen Teilhabe aus – von innovativen Beteiligungsformaten bis hin zu Fragen der digitalen Infrastruktur und Inklusion. In 29 spannenden Sessions bot der Kongress vielfältige Einblicke, Denkanstöße und Praxisbeispiele. Mit 476 Teilnehmenden am ersten Tag und 478 am zweiten Tag zeigte sich erneut […]
Beteiligungskultur als Erfolgsfaktor

Jörg Sommer, Direktor des Berlin Instituts für Partizipation, sprach beim Fachtag „Bürgerbeteiligung stärken. Perspektiven für Mecklenburg-Vorpommern“ im Rahmen des Projektes „Bürgerräte für MV“. In seinem Vortrag „Beteiligungskultur als Erfolgsfaktor bei der Gestaltung von Gesellschaft“ legt er einen klaren Fokus: Demokratie wird nur dann stark, wenn sie aktiv gelebt und gestaltet wird. Sie entsteht dort, wo Menschen […]
Bürgerräte in aller Munde

Die Politik des Gehörtwerdens ist in Baden-Württemberg etablierter Bestandteil der politischen Kultur und der Verwaltungspraxis. Die Bürgerbeteiligung ist aber kein starres Gebilde, sondern passt sich fortwährend an die Entwicklungen an. Ein beliebtes Beteiligungsformat ist der Bürgerrat. Wesentlicher Bestandteil des Formates ist eine Zufallsauswahl von Bürger*innen. Warum dies so ist, welche Schritte dabei wichtig sind und wo die Grenzen des Formats liegen, möchten die Autoren aufzeigen.
Demokratie und Algorithmen

Das vorläufige Programm des D³ Kongress 2024 ist veröffentlicht und hier einsehbar. An drei Tagen diskutieren wir mit zahlreichen Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und gemeinnützigen Organisationen über alle Aspekte der digitalen demokratischen Teilhabe. Unter dem Titel Demokratie und Algorithmen – Wem gehört der digitale Raum? Betrachten wir unter anderem, wie die sozialen Medien den […]
„Wir sind keine Erwählten, wir sind Gewählte. Deshalb suchen wir das Gespräch mit allen, die sich um diese Demokratie bemühen.“
Willy BrandtEhem. Deutscher Bundeskanzler
„Wirklicher Friede bedeutet auch wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit, bedeutet Schutz der Umwelt, bedeutet Demokratie, Vielfalt und Würde und vieles, vieles mehr.“
Kofi AnnanEhem. UN-Generalsekretär
„Die Zukunft ist offen. Sie hängt von uns ab – von uns allen.“
Karl PopperWissenschafts- und Sozialphilosoph
„Nach meiner Erfahrung wird Demokratie am besten in den Gemeinden gelehrt, weil dort die praktische Arbeit und das Ergebnis einer Abstimmung unmittelbar sichtbar wird.“
Konrad AdenauerEhem. Deutscher Bundeskanzler
„Demokratie sollte man nicht lehren, sondern praktizieren.“
Jörg SommerSozialwissenschaftler und Direktor des Berlin Institut für Partizipation
„Demokratie kann sich nicht dadurch verteidigen, daß sie sich selbst aufgibt.“
Hans KelsenÖsterreichischer Rechtswissenschaftler
„Kommunen sind die Keimzellen der Demokratie.“
Günther BecksteinEhem. Bayerischer Innenminister
„Je mehr wir miteinander streiten, desto weniger müssen wir uns empören.“
Jörg SommerSozialwissenschaftler und Direktor des Berlin Institut für Partizipation
„Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt vor die Wahl gestellt werden.“
Jeannine LuczakLiteraturwissenschaftlerin