Emanzipation

Emanzipation bedeutet die Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit, Bevormundung oder Unterdrückung. Ziel ist es, rechtliche Gleichberechtigung, gesellschaftliche Gleichstellung und persönliche Selbstbestimmung zu erlangen. In guten Beteiligungsverfahren finden meist auch emanzipative Prozesse statt.

Würden die Entscheidungen unserer politischen und wirtschaftlichen Eliten widerspruchslos akzeptiert, gäbe es keine Attraktivität der Bürgerbeteiligung. Würde die formale Legitimierung repräsentativer Entscheidung genügen, um Akzeptanz zu sichern, würde ihre Qualität nicht hinterfragt, wäre Bürgerbeteiligung kein Thema. Die drei Dimensionen Legitimierung, Akzeptanz und Qualität allein reichen also nicht aus. Bürgerbeteiligung muss eine vierte Dimension berücksichtigen, wenn sie tatsächlich etwas zu den Herausforderungen unserer Gesellschaft beitragen will. Es ist die Emanzipation der Bürgerinnen und Bürger vom Objekt politischen Elitenhandelns hin zum Subjekt politischer Prozesse, vom Zuschauer zum aktiv Gestaltenden.

Emanzipation ist eine der vier Dimensionen der Bürgerbeteiligung.