Motivlandkarte

Die Motivlandkarte bietet eine Übersicht über die beteiligten Akteursgruppen und ihre jeweiligen (vermuteten) Interessenkonflikte.

Hierzu werden zunächst alle Akteure gesammelt, die von einem Vorhaben oder einem Konflikt betroffen sein könnten. In einem zweiten Schritt werden für alle diese Gruppen die vermuteten Interessen, Hoffnungen und Befürchtungen bezüglich des Vorhabens gesammelt. Danach werden alle Akteure auf einem (großen) Blatt Papier platziert und zwischen allen Akteursgruppen wird jeweils eine Verbindungslinie gezeichnet. Auf diesen Linien werden die aus den unterschiedlichen Interessen resultierenden potenziellen direkten Interessenkonflikte notiert.

Hier ein Beispiel für eine Motivlandkarte zur Planung eines Generationenparks in einem Wohngebiet:

Im Prozess der Erstellung wird oft klar, dass bestimmte Akteursgruppen nicht homogen sind und weiter unterteilt werden müssen. In dem Beispiel wurden aus „Kinder und Jugendliche“ drei Gruppen: Kinder, Jugendliche und Eltern mit Kleinkindern – weil sich deren Interessen und deren mögliche Interessenskonflikte mit anderen Gruppen deutlich unterscheiden.

Eine Motivlandkarte kann schon vor der Erstellung eines Beteiligungskonzeptes erstellt werden, sie sollte aber immer im Rahmen eines Scopings verifiziert werden. Es ist auch möglich und bei Konflikten oft hilfreich, diese Motivlandkarte im Beteiligungsprozess gemeinsam mit den Beteiligten zu erstellen – das ist oft der erste Schritt für gegenseitiges Verstehen und Akzeptieren.