Beteiligungskompetenz beschreibt die Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale, die eine Person dazu befähigen, Bürgerbeteiligungsprozesse verantwortungsvoll und erfolgreich umzusetzen.
Projektverantwortliche, Mitarbeiter von Behörden, kommunale Bürgerbeteiligungsbeauftragte, aber auch professionelle Partizipationsdienstleister, Berater und Moderatoren benötigen spezifische Schlüsselkompetenzen, wenn sie gute Bürgerbeteiligung umsetzen wollen. Dazu gehören insbesondere Dialogfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungsfähigkeit und die Fähigkeit zum Impulsgeben.
Diese Schlüsselkompetenzen sind unverzichtbar für die Durchführung von erfolgreichen Beteiligungsprozessen. Fehlt es daran, besteht die Gefahr, dass Beteiligungsprozesse schlecht gemacht werden und scheitern. Dann sind die Initiatoren und Auftraggeber unzufrieden, die Durchführer unglücklich, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer enttäuscht. Die mögliche Folge: Initiatoren verzichten zukünftig auf Bürgerbeteiligung, Durchführer werden nicht mehr mit Bürgerbeteiligung beauftragt, und Bürgerinnen und Bürger machen bei Bürgerbeteiligung nicht mehr mit.
Deshalb sollten alle, die Bürgerbeteiligungsprozesse verantworten und durchführen, ihre persönlichen Stärken und Schwächen bei den Kompetenzen für Bürgerbeteiligung kennen, um gegebenenfalls Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung zu ergreifen.
Grundsätzlich ist für gute Bürgerbeteiligungsprozesse nicht zwingend nötig, dass eine einzelne Person sämtliche Kompetenzen in sich vereinigt. Insbesondere bei komplexen Beteiligungsprozessen kann es sinnvoll sein, wenn gemischte Teams mit Personen unterschiedlicher Stärken zusammenarbeiten, die während des Beteiligungsprozesses arbeitsteilig spezifische Aufgaben übernehmen. Wir sprechen dann von institutioneller Kompetenz.
Die Allianz Vielfältige Demokratie bietet dazu eine Broschüre und mit einem integrierten Selbsttest an, der das persönliche Kompetenzportfolio ermittelt.
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