Eine neue Ausgabe des Newsletters demokratie.plus ist erschienen: Welche Bedeutung ein Konflikt hat, definieren immer die Betroffenen. Und da gibt es meist große Unterschiede.
Auszug:
Es ist Herbst 2020. Die heute fast vergessene Corona-Krise bestimmt die öffentliche Debatte.
Demos der sogenannten „Querdenker“ haben hohen Zulauf.
So auch in Hannover. Dort tritt eine junge Frau auf die Bühne. Sie stellt sich als „Jana aus Kassel“ vor.
Sie berichtet, dass sie seit Monaten „aktiv im Widerstand“ sei. Sie gehe auf Demos, verteile Flyer, halte Reden, melde Versammlungen an. Dann fällt der entscheidende Satz: „Und ich fühle mich wie Sophie Scholl.“
Die Reaktionen im Publikum sind gemischt. Die einen johlen, andere schweigen schockiert. Ein junger Ordner zieht seine Weste aus und ruft: „Für so einen Schwachsinn mache ich doch keinen Ordner mehr!“
Die Rednerin beginnt zu weinen und wirft ihr Mikrofon weg. Polizei greift ein. Die Lage eskaliert.