Ob Werbung, Wirtschaft, Medien oder Politik: Es sind die schrillen Töne, die am ehesten gehört werden. Wer laut, plump, einfach und rücksichtslos auftritt, hat oft die größten Chancen, sich durchzusetzen.
Vor allem wenn konfliktreiche Debatten geführt werden, bleiben die Stillen oft auf der Strecke. Unterschiedliche Formate der Bürgerbeteiligung sollen genau diesen stillen Gruppen Gehör verschaffen. Doch das ist herausfordernd. Es bedarf kluger Methoden und kompetenter Moderation. Dort, wo es gelingt, lohnt es sich: Vorhaben werden besser und akzeptierter. Vor allem aber stärkt es die Demokratie. Denn wenn sich stets nur die Lauten durchsetzen, zerbröselt der Zusammenhalt. Deshalb mahnt Jörg Sommer: „Es braucht die leisen Stimmen.“
Der Direktor des Berlin Institut für Partizipation publiziert seit einigen Jahren den viel beachteten wöchentlichen Newsletter demokratie.plus. Alle Ausgaben des Jahres 2025 sind in diesem Band gesammelt: 52 Briefe zur Demokratie, die zahlreiche Aspekte und Entwicklungen unseres politischen Systems pointiert erklären, kritisch hinterfragen und innovative Vorschläge präsentieren.